August von Mackensen – So vernichtete er 400.000 Russen in 6 Monaten

 

Stell dir vor, einziger Mann führt   Armeen durch eisige Schlachtfelder,   durchbricht scheinbar uneinnehmbare   Verteidigungslinien und zerschlägt   gegnerische Truppen mit chirurgischer   Präzision.   August von Mackensen, der Mann mit dem   Totenkopfhelm,   wurde zu einer der gefürchteten   militärischen Figuren des Ersten   Weltkriegs.

 

  Aber wie gelang es ihm, an der Ostfront   ganze Armeen zu vernichten? Und warum   endete seine Geschichte so anders als   die vieler seiner Kameraden?   Was du gleich erfährst, wird dich   überraschen.   Der 6. Dezember 1849.   In einem kleinen Dorf namens Haus   Leibnitz in Sachsen wird August   Mackensen geboren.   Sein Vater Ludwig Mackensen ist   Gutsverwalter auf einem adeligen   Landgut.

 

 Kein Adel, kein Reichtum, nur   harte Arbeit und preußische Disziplin.   Der junge August wächst zwischen   Pferdestellen und Getreidefelern auf,   umgeben von einer Welt strenger   Hierarchien und militärischer Ordnung.   Schon als Kind zeigt er außergewöhnliche   Eigenschaften, ist wissbegierig,   körperlich robust und besitzt eine   natürliche Autorität.

 

  Bei Spielen übernimmt er die Führung,   organisiert die anderen Jungen in Armeen   und plant komplexe Strategiespiele.   Seine Mutter bemerkt früh, ihr Sohn ist   anders, zielstrebiger, ehrgeiziger, mit   einem fast unheimlichen Fokus auf   Selbstverbesserung.   Die politische Atmosphäre seiner   Kindheit prägt ihn tief.

 

 Die   gescheiterte Revolution von 1848 ist   gerade vorbei und in ganz Deutschland   herrscht eine Mischung aus Enttäuschung   und neuem Nationalismus.   In den Wirzhäusern diskutieren Männer   über deutsche Einheit, über Preußens   Rolle, über die Notwendigkeit einer   starken Armee.   Der junge August absorbiert diese   Gespräche und entwickelt eine   Weltanschauung, die sein Leben bestimmen   wird.

 

 Deutschland braucht Stärke,   Ordnung und militärische Macht.   Mit 9 Jahren besucht Markensen das   Gymnasium in Halle. Die Schule ist   streng, fast militärisch organisiert.   Jeden Morgen um 6 Uhr beginnt der   Unterricht mit Gebeten und patriotischen   Liedern.   Er fällt durch akademische Leistungen   auf, besonders im Geschichte und   Geographie.

 

 Doch seine wahre   Leidenschaft liegt woanders.   Die Geschichten über preußische   Kriegshelden faszinieren ihn. Friedrich   der Große, Blücher, die Befreiungskriege   gegen Napoleon. Er verschlingt   militärische Biografien und träumt   davon, selbst in Uniform zu dienen.   Seine Lehrer beschreiben ihn als   diszipliniert, aber auch als jemanden,   der Autoritäten nicht blind folgt.

 

 In   einer Schulstunde über die französische   Revolution stellt er unbequeme Fragen   über Gehorsam und Pflicht.   Muss ein Soldat immer gehorchen, auch   wenn der Befehl falsch ist?”, fragt er   seinen Geschichtslehrer.   Diese Eigenschaft, die Fähigkeit   eigenständig zu denken, während er   gleichzeitig Disziplin respektiert, wird   später seine Karriere prägen und ihn von   vielen seiner Zeitgenossen   unterscheiden.

 

  1869   tritt Mckinson als Freiwilliger in das   zweite Leibhusarenregiment ein.   Für einen jungen Mann ohne adligen   Hintergrund ist das ein gewagter   Schritt. Die preußische Armee bevorzugt   Offiziere aus arokratischen Familien.   Doch Mackensen kompensiert seinen   fehlenden Stammbaum durch   außergewöhnliche Leistung.

 

 Seine   Kameraden bemerken schnell seine   Fähigkeit unter Druck klare   Entscheidungen zu treffen. Eine   Eigenschaft, die in den kommenden Jahren   entscheidend werden sollte.   1870 bricht der deutsch-französische   Krieg aus. Mackensen ist gerade 20 Jahre   alt, als er seine Feuertaufe erlebt. Bei   der Schnacht von Gravelot im August 1870   gerät seine Einheit unter heftiges   französisches Artilleriefeuer.

 

  Während andere in Deckung gehen, reitet   Mackensen durch das Chaos und   übermittelt Befehle zwischen den   Frontachnitten.   Eine Kugel streift seinen Helm, doch er   unerschrocken. Diese Aktion bringt ihm   das eiserne Kreuz ein mit nur 20 Jahren.   Nach dem Krieg kehrt Mckensen nicht in   ein ruhiges Zivileben zurück.

 

 Er bleibt   in der Armee und arbeitet systematisch   an seinem Aufstieg.   Anders als viele Offiziere seiner   Generation verlässt er sich nicht auf   Connections oder Familienwappen.   Er studiert Militärgeschichte,   analysiert Schlachten und entwickelt   seine eigenen taktischen Theorien.   Seine Vorgesetzten bemerkten seine   analytischen Fähigkeiten, doch seine   direkte Art macht ihn auch zu einer   kontroversen Figur im Offizierscor.

 

  1880 wird Mckinson in die Kriegsakademie   aufgenommen. Eine außergewöhnliche Ehre   für jemanden ohne adligen Titel. Die   Aufnahmeprüfung ist brutal. Von 100   Bewerbern werden nur 20 akzeptiert.   Mckinson besteht als einer der besten.   Die Akademie in Berlin ist die   Eliteschmiede des preußischen Militärs.   Der Lehrplan ist intensiv.

 

 Morgens um 5   Uhr beginnt der Tag mit Exerzieren. Dann   folgen stundenlange Vorlesungen über   Kriegsgeschichte, Strategie, Logistik   und Karten lesen. Abends müssen die   Kadetten komplexe taktische Probleme   lösen. Hypothetische Schlachtszenarien,   Truppenbewegungen,   Ressourcenkalkulationen.   Viele scheitern an der mentalen   Belastung.

 

  Mackensonen gedeiht. Er studiert die   napoleonischen Kriege mit obsessiver   Detailgenauigkeit. Von Klausewitz lernt   er die Theorie des Krieges als   Fortsetzung der Politik. Von Moltke   übernimmt er die Prinzipien der   Bewegungskriegsführung,   schnelle Offensive, flexible   Truppenführung, die Bedeutung von   Kommunikation und Eisenbahn.

 

 Aber er   kopiert nicht einfach, er entwickelt   weiter. In seinen Aufsätzen argumentiert   er für Überraschungsmomente, für   psychologische Destabilisierung des   Gegners, für die Wichtigkeit von Moral   bei Truppen. Ein Professor schreibt:   “Leutnand Mackensen denkt   unkonventionell, aber nie unlogisch. Er   wird entweder ein brillanter Kommandeur   oder ein gefährlicher Einzelgänger.

 

  Die Akademie lehrt ihn auch etwas   entscheidendes über die   preußisch-deutsche Militärkultur.   Gehorsam ist wichtig, aber Initiative   ist wertvoller. Ein guter Offizier führt   nicht nur Befehle aus, er interpretiert   sie im Kontext der Situation und handelt   entsprechend.   Diese Philosophie, bekannt als   Auftragstaktik wird Mckins Führungsstil   prägen und ihm in den kommenden Kriegen   entscheidende Vorteile verschaffen.

 

  Die Jahre zwischen 1880 und 1914 sind   geprägt von stetigem Aufstieg.   Mckinson durchläuft verschiedene   Kommandos vom Bataillonsführer bis zum   Divisionskommandeur.   1908 wird ihm der Adelstitel verliehen.   Aus Mckensin wird von Mckensin.   Doch dieser Titel ist keine Geburtsgabe,   sondern eine Anerkennung seiner   Verdienste.

 

  Mit 64 Jahren, als der Erste Weltkrieg   ausbricht, ist er bereits ein erfahrener   General. Doch niemand ahnt, daß seine   größten Erfolge noch bevorstehen.   August 1914.   Europa brennt. An der Ostfront treffen   deutsche und österreichisch-arische   Truppen auf die russische Armee. Die   Schlacht bei Tannenberg wird zu einem   der spektakulärsten Siege der deutschen   Militärgeschichte.

 

 Doch was viele nicht   wissen, Mckenson spielt eine   entscheidende Rolle in dieser   Vernichtungsschlacht.   Mckenson kommandiert das 17. Armeekor,   das den nördlichen Flügel der deutschen   Verteidigung bildet. Die Situation ist   kritisch. Die russische zweite Armee   unter General Samsonow dringt tief in   ostpreußisches Territorium ein.

 

 Die   deutschen Truppen sind zahlenmäßig   unterlegen. Etwa 150.000 Deutsche gegen   230.000 Russen.   Flüchtlinge strömen nach Westen.   Berichte über Greultaten verbreiten   sich. Einige deutsche Einheiten ziehen   sich zurück. Panik droht. Doch   Meckensonen bleibt kalt. Während andere   nervös werden, studiert er   Geheimdienstberichte und abgefangene   russische Funksprüche.

 

 Die Russen   kommunizieren unverschlüsselt. Ein   fataler Fehler. Meckensonen kann ihre   Bewegungen in Echtzeit verfolgen. Er   erkennt das Muster. Die beiden   russischen Armeen Rennenkampfs erste   Armee im Norden und Samsonows zweite   Armee im Süden bewegen sich   unkoordiniert.   Eine riesige Lücke. Klaff zwischen ihnen   über 100 km breit.

 

  General Paul von Hintenburg und sein   Stabschef Erich Ludendorf entwickeln   einen gewagten Plan. Die Deutsche Armee   soll die russische erste Armee im Norden   ignorieren und alle Kräfte gegen die   schwächere zweite Armee konzentrieren.   Das Ziel ist eine Umfassung, eine   klassische Kanik, bei der Feind von   beiden Flanken angegriffen und   eingekesselt wird.

 

  Mckins Chor erhält eine   Schlüsselaufgabe.   Er soll den nördlichen Flügel der   russischen Armee angreifen und ihre   Rückzugswege abschneiden.   Die Operation erfordert perfektes Timing   und eiserne Nerven.   Wenn Rennenkampfsarmee im Norden ihre   Trägheit überwindet und nach Süden   marschiert, während die Deutschen gegen   Samsonow kämpfen, könnte die gesamte   deutsche Streitmacht eingekesselt   werden.

 

  Es ist ein Wabonpiel, aber Mckensonen   vertraut auf die russische Ineffizienz   und die deutschen Eisenbahnen.   Am 26. August 1914 beginnt der Angriff.   Meckensonsens Truppen marschieren durch   die Nacht, um ihre Positionen zu   erreichen. Die Soldaten sind erschöpft   nach tagelangem Märschen, doch Mckenson   treibt sie weiter.

 

 Er reitet persönlich   an der Spitze seiner Kolonnen, sichtbar   und unerschütterlich.   Ruhen können wir, wenn der Feind   geschlagen ist, sagt er seinen   Kommandeuren. Seine Präsenz elektrisiert   die Truppen. Soldaten, die am Rande des   Zusammenbruchs stehen, finden neue   Energie.   Am Morgen des 27. August trifft sein   Angriff die russischen Linien mit voller   Wucht. Die Russen sind überrascht.

 

 Ihre   Aufklärung hat das Ausmaß der deutschen   Truckenbewegung nicht erkannt. Mckins   Artillerie eröffnet ein verheerendes   Feuer, dann stürmt die Infanterie   vorwärts.   Die russische Kommunikation bricht   zusammen. Telefonleitungen sind   zerstört, Kurierpferde werden   abgeschossen. Offiziere verlieren den   Kontakt zu ihren Einheiten.

 

  Meckens Truppen durchbrechen die   Verteidigung und schwenken nach Süden.   Diese Bewegung ist entscheidend. Sie   schneidet die russischen Rückzugswege ab   und beginnt die Einkreisung.   Während Mackensonen von Norden angreift,   schließen andere deutsche Einheiten den   Ring von Süden und Westen.

 

 Die russische   zweite Armee ist eingekesselt, umzingelt   in den Wäldern und Sympfen Ostpreußens.   Die Bilanz ist verheerend. Über 50.000   russische Soldaten sterben. 92 000   werden gefangen genommen. General   Samsonov begeht Suizid im Wald, unfähig   die Niederlage zu ertragen.   Die deutsche Armee verliert weniger als   20.000 Mann.

 

 Mackens präzise Ausführung   des nördlichen Angriffs war entscheidend   für diesen Sieg. Doch er feiert nicht.   In seinen Tagebüchern schreibt er   nüchtern über die gefallenen Soldaten   auf beiden Seiten. Ein seltener Moment   der Reflexion in einer Zeit voller   Kriegspropaganda.   Tannen macht Hintenburg und Ludendorf zu   nationalen Helden.

 

 Doch unter   Militärexperten wird Mackens Beitrag   hochgeschätzt.   Seine Fähigkeit unter extremem Druck   präzise Angriffe durchzuführen,   etabliert ihn als einen der fähigsten   Truppenführer der deutschen Armee. Aber   das ist erst der Anfang. Seine größten   Erfolge liegen noch vor ihm und sie   werden noch brutaler sein.

 

  April 1915.   Die Ostfront hat sich in einen   zermürgenden Stellungskrieg verwandelt.   Russische Truppen besetzen große Teile   Galiziens und die österreichisch-arische   Armee ist am Rande des Zusammenbruchs.   Deutschland muss handeln, um seinen   Verbündeten zu retten. Die Lösung:   Operation Gorlize Tarnov, ein massiver   Durchbruchsversuch, der die russische   Front zerschmettern soll.

 

  Und der Mann, der diese Operation leiten   soll, August von Mackensen.   Mackensen wird das Kommando über die neu   formierte elfte Armee übertragen. Diese   Armee ist keine gewöhnliche Einheit. Sie   ist speziell für offensive Operationen   zusammengestellt mit ausgewählten   deutschen Divisionen,   österreichisch-arischen Eliteeinheiten   und einer beispiellosen Konzentration   schwerer Artillerie.

 

  Mackensen verbringt Wochen damit, die   Operation minuziös zu planen. Er   studiert Geländekarten, analysiert   russische Verteidigungspositionen   und koordiniert mit seinem Stabschef   Hans von Seg, einem brillanten   strategischen Denker.   Der Plan ist ehrgeizig.   Mckensen will die russische Front   zwischen den Städten Goritze und Tarnov   durchbrechen.

 

 Ein Abschnitt von etwa 35   km Länge, der als relativ schwach gilt.   Aber schwach ist relativ.   Die Russen haben drei   Verteidigungslinien aufgebaut mit   Stacheldraht, tiefen Schützengräben,   Betonbunkern und Maschinengewehrnestern.   Ein frontaler Angriff würde in einem   Massaker enden, ähnlich den   gescheiterten Offensiven an der   Westfront.

 

  Also entwickelt Mckensen eine andere   Strategie.   Er konzentriert eine beispiellose Menge   an Artillerie auf einem schmalen   Frontachnitt.   Über 700 Geschütze werden   zusammengezogen.   Schwere Haubitzen, Feldkanonen, Mörser   und österreichische Skoda   Belagerungsgeschütze.   Die Munitionsvorräte gigantisch über   eine Million Granaten.

 

  Die Vorbereitung ist akribisch.   Artilleriebeobachter kartieren russische   Positionen. Jedes Maschinengewehrnest,   jede Bunkerlinie, jede   Artilleriestellung wird erfasst.   Mackenson überwacht persönlich die   Zielplanung.   Er weiß, die erste Stunde des   Bombardements muss die russische   Verteidigung nicht nur beschädigen,   sondern psychologisch zerstören.

 

  Am 2. Mai 1915 um 6 Uhr morgens beginnt   das Bombardement. Die Erde bebt. Der   Lärm ist ohrenbetäubend, Kilometer weit   zu hören. Über 700 Geschütze eröffnen   das Feuer. Die russischen Schützengräben   werden unter Granaten begraben. Erdwelle   explodieren, Bunker kollabieren,   Kommunikationsleitungen zerfetzen.

 

  Soldaten, die überleben, sind   desorientiert, traumatisiert, leiden   unter Gehirnerschütterungen vom   ständigen Druck der Explosionen.   Nach 4er Stunden stoppt das Feuer und   deutsche Infanterie stürmt vorwärts.   Pioniertruppen schneiden Lücken in die   Stacheldraht verhaue. Flammenwerfertrups   säubern Widerstandsnester.

 

  Die russische Verteidigung bricht   zusammen. Ganze Regimenter ergeben sich   oder fliehen. Offiziere verlieren den   Kontakt zu ihren Truppen. Die   Verteidigungslinien werden innerhalb von   Stunden überrannt.   Ensens Truppen durchbrechen die erste   Linie innerhalb von Stunden, doch er   gibt keinen Befehl zum Anhalten.

 

 Weiter,   immer weiter, befiehlt er seinen   Kommandanten.   Innerhalb von zwei Tagen sind auch die   zweite und dritte Verteidigungslinie   durchbrochen. Die russische Armee   versucht verzweifelt, neue   Verteidigungslinien aufzubauen, doch   Mckensen lässt ihr keine Zeit. Seine   Truppen verfolgen den fliehenden Feind   gnadenlos.

 

  Am 14. Mai fällt Pschmische, eine der   wichtigsten Festungen der Region. Ende   Mai erreicht die Armee den Fluss S. Die   russische Front ist nicht nur   durchbrochen, sie ist zusammengebrochen.   Die Zahlen sind erschütternd. Zwischen   Mai und September 1915   verliert die russische Armee über   400.

 

000 Gefangene und hunderttausende   Tote.   Die gesamte Frontlinie verschiebt sich   um mehrere hundert Kilometer nach Osten.   Polen wird von den Mittelmächten   erobert.   Die Operation Gorlizetarnov gilt als   eine der erfolgreichsten Offensiven des   gesamten Ersten Weltkriegs und Mckinson   ist ihr Architekt.   Doch dieser Erfolg hat seinen Preis.

 

 Die   deutschen Truppen sind erschöpft.   Versorgungslinien sind überdehnt und die   Russen, obwohl geschlagen sind, nicht   vernichtet.   Sie ziehen sich zurück, reorganisieren   sich und bereiten neue   Verteidigungslinien vor. Mckinson weiß,   dass dieser Sieg, so spektakulär er auch   ist, den Krieg nicht beenden wird.

 

  Aber in diesem Moment interessiert das   niemanden in Berlin. Er ist der   gefeierte Held, der Löwe von   Gauletarnov.   Doch die nächste Herausforderung wartet   bereits und sie wird noch komplexer   sein.   Serbien, Herbst 1915.   Während die Kämpfer an der Ostfront   weitergehen, eröffnet sich ein neues   Problem für die Mittelmächte.

 

  Serbien, ein kleines, aber hartnäckiges   Land, weigert sich zu kapitulieren.   Seit Kriegsbeginn hat es mehrere   österreichisch-arische Invasionsversuche   zurückgeschlagen und sich als   überraschend widerstandsfähiger Gegner   erwiesen.   Deutschland braucht einen schnellen   Sieg, um die Versorgungslinien nach dem   Osmanischen Reich zu sichern.

 

  Die Lösung: Meckenson.   Im September 1915   wird Meckensonen zum Oberbefehlshaber   der deutschen österreichisch-arischen   und bulgarischen Streitkräfte ernt.   Es ist ein komplexes Kommando. Drei   verschiedene Armeen, unterschiedliche   Sprachen, Ausrüstungen, militärische   Kulturen.   Die deutschen Einheiten sind   diszipliniert und gut ausgerüstet.

 

 Die   österreichisch-arischen Truppen sind   kriegsmüde. Die bulgarische Armee ist   motiviert, aber technologisch   rückständig.   Meckenson nutzt seine Erfahrung und sein   diplomatisches Geschick.   Er trifft sich mit bulgarischen und   österreichisch-arischen Kommandeuren,   hört ihre Bedenken an, integriert ihre   Vorschläge.

 

  Er etabliert ein multilinguales   Hauptquartier.   Seine Fähigkeit verschiedene   militärische Kulturen zu harmonisieren,   wird zum entscheidenden Vorteil. Der   strategische Plan ist ambitioniert.   Mckenson will Serbien von drei Seiten   gleichzeitig angreifen. Von Norden über   die Donau, von Osten aus Bulgarien, von   Westen über Bosnien.

 

 Die serbische Armee   ist zahlenmäßig unterlegen und schlecht   ausgerüstet. Viele Soldaten haben keine   modernen Gewehre. Die Artillerie ist   veraltet.   Aber das Gelände ist ihr Verbündeter.   Berge, enge Teler, dichte Wälder, wenige   Straßen. Meckenson muss nicht nur einen   militärischen Plan entwickeln, sondern   auch ein ausgeklügeltes Logistiksystem.

 

  Er lässt Pontongbrücken vorbereiten,   Werkpässe auskundschaften, improvisierte   Straßen durch Wälder anlegen.   Am 6. Oktober 1915 beginnt der Angriff.   Deutsche und österreichisch-arische   Truppen überqueren die Donau bei   Belgrad. Serbische Verteidiger leisten   erbitterten Widerstand, doch die   Übermacht ist erdrückend.

 

  Schwere Artillerie zerstört Befestigung   und innerhalb von drei Tagen fällt   Belgrad.   Gleichzeitig greift die bulgarische   Armee von Osten an und schneidet   serbische Rückzugswege ab. Die serbische   Armee kämpft verzweifelt, doch die Lage   wird schnell hoffnungslos.   Markens Truppen rücken methodisch vor,   umgehen stark verteidigte Positionen und   nutzen ihre zahlenmäßige Überlegenheit   aus.

 

 Bis Ende Oktober sind große Teile   Serbiens besetzt.   Die serbische Regierung und Armee   beginnen einen verzweifelten Rückzug   durch die albanischen Berge. Ein Marsch,   der tausende das Leben kosten wird.   Im Dezember 1915 ist die Kampagne   beendet. Serbien ist besiegt, seine   Armee zerschlagen.   Die Mittelmächte kontrollieren den   gesamten Balkan und haben eine direkte   Landverbindung zum Osmanischen Reich   gesichert.

 

  Für Mckensen ist es ein weiterer   triumphaler Sieg. Doch die Art und   Weise, wie dieser Sieg errungen wurde,   wirft Fragen auf.   Die serbische Zivilbevölkerung leidet   unter der Besatzung. Repressalien,   Zwangsarbeit und Versorgungsengpässe   führen zu humanitären Katastrophen.   Mckensen ist als militärischer   Befehlshaber nicht direkt für zivile   Angelegenheiten verantwortlich, doch er   ignoriert auch nicht, was um ihn herum   geschieht.

 

 In späteren Jahren wird er   über diese Zeit schweigen, ein   auffälliger Kontrast zu seiner sonst   detaillierten Dokumentation   militärischer Operation.   Doch im Winter 1915 interessiert das   kaum jemanden in Deutschland.   Makensen wird mit dem Großkreuz des   eisernen Kreuzes ausgezeichnet, eine der   höchsten militärischen Ehrungen.

 

 Kaiser   Wilhelm II. verleih persönlich den Titel   Feldmarschall.   Mit 66 Jahren erreicht Mckensen den   Höhepunkt seiner Karriere. Doch die   Kriegsmaschinerie dreht sich weiter und   seine nächste Mission wird ihn in eine   völlig andere Kriegsregion führen, nach   Rumänien.   August 1916.   Rumänien, lange Zeit neutral, tritt auf   Seiten der Ontond in den Krieg ein.

 

 Die   rumänische Regierung glaubt, dass   Deutschland durch die Kämpfe an der Som   und in Verd geschwächt ist und sieht   eine Gelegenheit, sieben Bürgen zu   erobern.   Rumänische Truppen marschieren in   österreichisch ungarisches Territorium   ein und erzielen anfängliche Erfolge. In   Berlin herrscht Alarmstimmung.   Deutschland kann sich keinen neuen   Kriegsschauplatz leisten.

 

 Die Lösung ist   wieder einmal klar. Meckenson.   Mckensonen wird zum Oberbefehlshaber der   neuierten Heresgruppe Meckensonen   ernannt, die aus deutschen,   österreichisch-arischen,   bulgarischen und osmanischen Einheiten   besteht.   seine Aufgabe, Rumänien aus dem Krieg zu   werfen. Doch dieses Mal ist die   Herausforderung größer.

 

 Die rumänische   Armee ist gut ausgerüstet, motiviert und   kämpft auf eigenem Territorium.   Zudem werden rumänische Truppen von   französischen und russischen Beratern   unterstützt.   Mckenson entwickelt einen zweistufigen   Plan. Zuerst will er die rumänischen   Truppen aus sieben Bürgen zurückdringen,   dann eine Offensive über die Donau   starten, um Bukarest einzunehmen.

 

  Der Plan erfordert perfekte Koordination   zwischen verschiedenen Armeen und die   Überwindung erheblicher geographischer   Hindernisse, die Donau, die Kapaten und   die ausgedehnten Ebenen der Walai.   Ende September 1916 beginnt die erste   Phase. Deutsche und   österreichisch-arische Truppen starten   Gegenangriffe in den Karpaten und   drängen die Rumänen zurück.

 

  Die Kämpfe sind brutal. In engen   Bergtählern liefern sich beide Seiten   erbitterte Gefechte. Doch Mckens   Truppen, besser ausgerüstet und   erfahrener, gewinnen langsam die   Oberhand.   Bis Ende Oktober haben sie die   rumänischen Truppen fast vollständig aus   sieben Bürgen vertrieben.   Am 23.

 

 November 1916 beginnt die   entscheidende Phase, die Überquerung der   Donau bei Sistova.   Die Donau ist hier über 500 m breit mit   starker Strömung. Die rumänische Armee   hat alle Brücken zerstört und starke   Verteidigungspositionen aufgebaut.   Schützengräben, Artilleriestellungen,   Maschinengewehrnester.   Die Herausforderung ist gewaltig.

 

  Mckinson muß eine amphibische Operation   durchführen. Er befi seinen   Pioniereinheiten Pongonbrücken zu bauen,   während Infanterie in Boten übersetzt.   Hunderte von Pongons, Boten und   Baumaterialien werden zum Flussufer   transportiert.   Deutsche Artillerie wird in Stellung   gebracht.   In der Nacht vom 23. 24.

 

 November   beginnt die Operation.   Unter dem Schutz der Dunkelheit setzen   die ersten Truppen über. Rumänische   Wachposten entdecken die Bewegung und   eröffnen das Feuer. Mündungsfeuer   erleuchtet die Nacht. Kugeln peitschen   über das Wasser. Boote versinken.   Soldaten ertrinken im eiskalten Fluss.   Mckinson lässt nicht nach.

 

 Welle nach   Welle wird über den Fluss geschickt. Die   rumänischen Verteidiger leisten heftigen   Widerstand. Maschinengewehren mähen   Bootsladungen nieder.   Artillerie zerschmettert Pontonbrücken,   noch während sie gebaut werden. Doch   Pioniere arbeiten unter Feuer weiter,   reparieren, verlegen neue Pontons,   halten die Brücken funktionsfähig.

 

  Innerhalb von 48 Stunden, trotz schwerer   Verluste, etablieren Mckensons Truppen   einen soliden Brückenkopf. Sobald die   ersten schweren Artilleriegeschütze über   die provisorischen Brücken geschafft   sind, wendet sich das Blatt. Deutsches   Artilleriefeuer zerschmettert die   rumänischen Verteidigungslinien.

 

  Infanterie strömt über den Fluss und   erweitert den Brückenkopf. Die   rumänischen Truppen, erschöpft und   demoralisiert nach tagelangen Kämpfen,   beginnen sich zurückzuziehen.   Die rumänische Front bricht zusammen.   Mckins Armee rückt schnell nach Norden   vor, während gleichzeitig deutsche   Truppen von Westen durch die Kpaten   vorstoßen.

 

 Die rumänische Armee versucht   Verteidigungslinien zu bilden, doch sie   wird immer wieder umgangen und   ausmanövriert.   Am 6. Dezember 1916 erreichen Mckinsons   Truppen die Vor Bukarest. Die rumänische   Regierung und das Militär evakuieren die   Hauptstadt in Panik.   Am 6. Dezember marschiert Mkensonen an   seinem 67.

 

 Geburtstag in Bukarest ein,   ein symbolischer Triumph. Die Stadt   fällt fast ohne Widerstand. Rumäniens   reiche Ölfelder, Getreidevorräte und   industrielle Ressourcen fallen in die   Hände der Mittelmächte. Für Deutschland,   das unter Blockade leidet, ist das ein   lebenswichtiger Gewinn. Doch der Preis   für die Zivilbevölkerung ist hoch.

 

 Die   Besatzung führt zu Versorgungsengpässen,   Zwangsarbeit und Repressalien.   Tausende rumänischer Zivilisten sterben   an Hunger und Krankheiten in den   folgenden Monaten.   Mckensen, nun Militärgouverneur von   Rumänien, ist verantwortlich für die   Verwaltung des besetzten Landes. Er   versucht eine gewisse Ordnung aufrecht   zuerhalten, doch die Realität der   Besatzung ist brutal.

 

 In Berlin wird   Mckensen erneut als Held gefeiert. Die   Rumänienkampagne gilt als militärisches   Meisterwerk, eine schnelle entscheidende   Offensive, die einen Feind aus dem Krieg   geworfen hat. Doch unter der Oberfläche   beginnt sich etwas zu ändern. Der Krieg,   der einst als kurzer Konflikt geplant   war, zieht sich in sein drittes Jahr.

 

  Die Verluste sind astronomisch und   selbst Siege wie in Rumänien können   nicht verbergen, dass Deutschland den   Krieg verliert.   Mcken verbringt die nächsten zwei Jahre   in Rumänien. Er verwaltet das besetzte   Territorium, organisiert   Ressourcenausbeutung und bekämpft   Partisanenbewegungen.   Es ist eine frustrierende Zeit für einen   Mann, der sein Leben lang an der Front   gekämpft hat.

 

 Doch es gibt keine neuen   Feldzüge mehr für ihn. Die Deutsche   Armee ist erschöpft und die strategische   Initiative hat sich endgültig zu den   Alliierten verschoben.   Im November 1918 bricht Deutschland   zusammen. Der Waffenstillstand wird   unterzeichnet. McKen immer noch in   Rumänien, weigert sich zunächst, die   Kapitulation zu akzeptieren.

 

 Er hält   seine Truppeninformation und versucht   eine geordnete Rückkehr nach Deutschland   zu organisieren.   Doch die Realität ist unerbittlich.   Am 28. November 1918 wird er von   alliierten Truppen interniert.   Der Feldmarschall, der Armeen zerschlug   und Nationen besiegte, ist nun ein   Gefangener.   Mckenson verbringt über ein Jahr in   alliierter Gefangenschaft, zunächst in   Ungarn, dann in Frankreich.

 

  Die Bedingungen sind hart, aber er wird   nicht als Kriegsverbrecher angeklagt.   Im Dezember 1919 wird er schließlich   entlassen und kehrt nach Deutschland   zurück in ein Land, das er kaum   wiederkennt.   Die Weimara Republik ist chaotisch, die   Monarchie ist gefallen, Kaiser Wilhelm   II.

 

 im Exil und das Land ist zerrissen   von politischen Unruhen, Straßenkämpfen,   Hyperinflation.   Deutschland ist international geächtet,   zu drakonischen Reparationen gezwungen,   territorial verstümmelt. Die Armee, eins   der Stolz der Nation, ist auf 100.000   Mann reduziert.   Meckensin, ein Symbol der alten   preußischen Militärtradition, findet   sich in einer Welt wieder, die seine   Werte nicht mehr teilt.

 

 Für ihn ist die   Republik ein historischer Fehler,   geboren aus Verrat. Er glaubt an die   Dolchstoßlegende, die These, daß   Deutschland nicht militärisch besiegt   wurde, sondern von innen verraten. Diese   Erzählung wird er bis zu seinem Tod   verteidigen, doch er zieht sich nicht   zurück. Bei nationalistischen   Veranstaltungen, Veteranentreffen und   monarchistischen Versammlungen tritt er   als Hauptredner auf.

 

 Er fordert die   Revision des Versa Vertrags,   Wiederaufrüstung, Rückkehr zur   Monarchie.   Seine Reden sind nostalgisch, manchmal   bitter, aber immer einflussreich. Junge   Nationalisten sehen in ihm eine lebende   Verbindung zur glorreichen   Vergangenheit.   Mckinson lehnt die Republik fundamental   ab.

 

 Bei öffentlichen Veranstaltungen   erscheint er demonstrativ in seiner   alten Uniform, komplett mit dem   ikonischen Totenkopfhelm der   Totenkopfhusaren.   Ein bewusstes Statement gegen die neue   Ordnung. Diese Uniform wird zu seinem   Markenzeichen, Symbol seiner Weigerung,   die Mac neue Realität zu akzeptieren.   Er wird zu einer Symbolfigur für   militaristische und nationalistische   Kreise, die die Niederlage im Ersten   Weltkrieg nicht akzeptieren wollen.

 

  Seine bloße Anwesenheit bei   Veranstaltungen verleih radikalen   Bewegungen eine Aura der Legitimität.   Veteranen ströngen zu seinen Auftritten,   um den legendären Feldmarschall zu   sehen. Fotografien von ihm in Uniform   zieren die Wände nationalistischer   Bierhallen und paramilitärischer   Organisationen.   Als die Nationalsozialisten in den   1920er Jahren an Macht gewinnen,   beobachtet Mckinson die Entwicklung mit   Interesse.

 

  Er ist kein Mitglied der NSD, doch er   sympathisiert mit ihrem Versprechen,   Deutschland wieder zu militärischer   Stärke zu führen.   1933,   als Hitler Reichskanzler wird,   gratuliert Mckenon öffentlich.   In den folgenden Jahren nimmt er an   NS-veranstaltungen teil und lässt sich   von der Propaganda vereinnahmen.

 

  Mckins Beziehung zum NS-Rime ist   kompliziert. Er ist kein NSDAP Mitglied,   kein Ideologe, kein fanatischer   Antisemit, kein Kriegstreiber.   Seine Weltanschauung ist die eines   preußischen Konservativen des 19.   Jahrhunderts. Monarchistisch,   nationalistisch, militaristisch, aber   nicht totalitär.   Aber er leistet keinen Widerstand.

 

 Als   alter Mann, verhaftet in einer   vergangenen Era sieht er in Hitler die   Möglichkeit einer Wiederherstellung   deutscher Größe. Ein fataler Irrtum.   Die NS Propaganda spricht von deutscher   Ehre, von der Revision des Versa   Vertrags, von Wiederaufrüstung.   Alles Ziele, die Mckensin seit Jahren   fordert.

 

 Er übersieht oder ignoriert   bewusst die verbrecherischen Aspekte,   den eliminatorischen Antisemitismus, den   totalitären Terror, die   Vernichtungspläne.   Seine Haltung ist geprägt von selektiver   Wahrnehmung. Er glaubt oder will   glauben, dass die Nazis eine Art moderne   Version des preußischen Militärstaats   aufbauen.

 

 Er bemerkt nicht oder will   nicht bemerken, dass der NS-Staat   fundamental anders ist. Irational,   rassistisch, völkermörderisch.   1933, als Hitler Reichskanzler wird,   gratuliert Mensen öffentlich und spricht   von einer nationalen Erneuerung.   In den folgenden Jahren nimmt er an   NSanstaltungen teil, steht neben   Naziführern bei Militärparaden und lässt   sich von der Propagandamaschine   vereinnahmen.

 

  Bei der Beerdigung von Paul von   Hintenburg 1934   ist er einer der prominentesten   Trauergäste in voller Uniform, ein   lebendes Symbol der Kontinuität zwischen   dem alten preußischen und dem neuen   nationalsozialistischen Deutschland.   Während des Zweiten Weltkriegs spielt   Menson keine aktive militärische Rolle   mehr.

 Er ist zu alt und seine Gesundheit   lässt nach. Doch die NS Propaganda nutzt   ihn als lebende Legende, als Verbindung   zwischen dem alten preußischen   Militarismus und dem neuen Reich. Bei   Militärparaden erscheint er als   ehrwürdiger Veteran und Göbbels   Propagandamaschine inszeniert ihn als   Symbol deutscher Kriegstradition.   Doch hinter den Kulissen wachs Mckens   Zweifel.

 

  Die Berichte über Kriegsverbrechen, die   Vernichtung von Zivilisten und die   Brutalität des Vernichtungskrieges im   Osten erschüttern ihn. Er äußert   Privatkritik, doch öffentlich schweigt   er. Es ist eine Feigheit, die seine   späteren Jahre überschattet. Die   Feigheit eines alten Mannes, der nicht   den Mut findet, gegen ein Regime   aufzustehen, das er mit ermöglicht hat.

 

  Am 8. Mai 1945 kapituliert Deutschland   erneut. Diesmal ist die Niederlage   total. McKen erlebt das Kriegsende in   seinem Haus in Burghorn bei Zelle.   Alliierte Truppen verhören ihn, doch es   werden keine Anklagen gegen ihn erhoben.   Er ist zu alt, zu unbedeutend in der NS   Hierarchie und nicht direkt an den   Verbrechen des Zweiten Weltkriegs   beteiligt.

 

  Die letzten Jahre von Mcens Leben sind   still. Er lebt zurückgezogen, besucht   von ehemaligen Kameraden und   militärischen Historikern.   In Interviews spricht er über den Ersten   Weltkrieg, vermeidet aber Diskussionen   über seine Rolle im Dritten Reich.   Es ist eine selektive Erinnerung. Die   Siege feiert er, die moralischen   Katastrophen ignoriert er.

 

  Am 8. November 1945   stirbt August von Mackensen im Alter von   95 Jahren. Seine Beerdigung ist ein   merkwürdiges Spektakel. ehemalige   Wehrmachtsoffiziere in Uniform,   britische Besatzungsoffiziere als   Beobachter und eine Atmosphäre zwischen   Trauer und Unbehagen.   Die Zeitungen schreiben respektvolle   Nachrufe, doch sie verschweigen   weitgehend seine Nähe zum NS-Rime.

 

  Heute ist Mackensen eine vergessene   Figur. Seine militärischen Erfolge im   Ersten Weltkrieg sind unbestreitbar.   Er war ein Meister der   Offensivkriegsführung,   ein brillanter Taktiker und ein Führer,   der seine Trucken zum Sieg trieb. Doch   seine Unfähigkeit, sich von den Geistern   der Vergangenheit zu lösen und seine   Komplizenschaft mit dem NS-Rime werfen   einen dunklen Schatten über sein Erbe.

 

  War August von Mackensen ein   militärisches Genie? Ja, war er ein   moralischer Versager? Auch das. Seine   Geschichte zeigt die Komplexität   historischer Figuren, Menschen, die   gleichzeitig bewundernswerte Fähigkeiten   und tiefe Fehler besitzen. Er zerschlug   Armeen, gewann Schlachten und diente   drei Regimen.

 

 Doch am Ende bleibt die   Frage: Was wiegt schwerer? Die   militärischen Triumphe oder die   moralischen Niederlagen?   Wenn du mehr über kontroverse Figuren   der deutschen Militärgeschichte erfahren   möchtest, dann schau dir unsere anderen   Videos an. Vergiss nicht dieses Video zu   liken und den Kanal zu abonnieren.

 

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