Stell dir vor, du stehst im Jahr 1940 auf einem Schweizer Bergipfel. Unter dir erstrecken sich die majestätischen Alpen. Doch am Horizont siehst du etwas beunruhigendes. Deutsche Panzer haben Frankreich überrollt, Italien marschiert durch Europa und plötzlich ist die Schweiz von feindlichen Mächten umzingelt.
Eine winzige neutrale Nation eingeklemmt zwischen den mächtigsten Kriegsmaschinen der Geschichte. Die Frage brennt in jedem Schweizer Kopf. können wir standhalten, wenn sie kommen? Was du gleich erfährst, wird dich schockieren, denn die Geschichte der Schweizer Verteidigung im Zweiten Weltkrieg ist keine Geschichte von Glück oder Zufall.
Es ist die Geschichte eines brillanten Plans, der so kühn war, dass selbst Hitler zweimal überlegte. Aber hätte dieser Plan wirklich funktioniert? Laß uns tief in die Archive eintauchen und herausfinden, ob die Schweiz tatsächlich eine deutsche Invasion hätte stoppen können. Der 10.
Mai 1940 war der Tag, an dem Europa Atem anhielt. Deutsche Truppen strömten über die Grenzen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs. Die Blitzkriegmaschine rollte unaufhaltsam vorwärts. In Bern saßen Schweizer Generäle in einem stickigen Raum, Schweißperlen auf der Stirn und starrten auf ihre Karten. Die Marinolinie, Frankreichs stolze Verteidigung, sollte eigentlich unüberwindbar sein.
Aber was, wenn sie fällt? General Henri Gison wußte es bereits. Er wusste, daß die Schweiz keine moderne Armee hatte, die mit Deutschland mithalten konnte, keine Luftwaffe, die den Himmel beherrschen konnte, keine Panzer, die deutschen Tigers standhalten konnten. Was er hatte, waren Berge und er hatte einen Plan, so radikal, dass viele ihn für verrückt hielten.
Innerhalb von Wochen brach Frankreich zusammen. Die Marinolinie wurde umgang. Paris fiel. Und plötzlich war die Schweiz nicht mehr nur von potenziellen Feinden umgeben, sie war komplett eingeschlossen. Deutschland im Norden, Italien im Süden, wie Skifrankreich im Westen, das Großdeutsche Reich überall.
Die neutralen Nachbarn verschwunden. Die Schweiz stand allein da, wie eine Insel in einem tobenden Ozean. In den Straßen von Zürich und Genf herrschte eine gespannte Ruhe. Mütter hielten ihre Kinder enger. Männer checkten ihre Gewehre, die sie als Teil der Milizarmee zu Hause aufbewahrten. Jeder Schweizer wußte, der Krieg war an ihre Haustür gekommen.
Die Frage war nicht mehr, ob, sondern wann Deutschland angreifen würde. Aber warum sollte Hitler überhaupt die Schweiz angreifen? Sie waren neutral, harmlos oder? Falsch gedacht. Die Schweiz war alles andere als unwichtig für Hitlers Kriegspläne. Laß mich dir zeigen, warum. Erstens, der Gotthard Tunnel. Diese schmale Passage durch die Alpen war die einzige direkte Landverbindung zwischen Deutschland und Italien.
Für Hitler war das lebenswichtig. Mussolini war sein wichtigster Verbündeter und die Versorgungslinien mußen offen bleiben. Ohne den Gottat, lange umständliche Routen über Österreich oder das Meer. Ineffizient, gefährlich. Jede Tonne Material, jeder Soldat, der nach Italien mußte, würde Tage länger brauchen.
In einem Blitzkrieg zählte jede Stunde. Zweitens, die Schweizer Banken. Ja, du hast richtig gehört. Die Nazis brauchten Devisen, Gold, internationale Transaktionen. Die Schweizer Banken waren der diskreteste Weg, gestohlenes jüdisches Gold zu waschen und in Dollars oder Pfund zu verwandeln. Solange die Schweiz neutral blieb, spielte sie mit.
Aber eine besetzte Schweiz, das würde internationale Sanktionen bedeuten, eingefrorene Ken, Chaos. Die Neutralität war paradoxerweise wertvoller als eine Besatzung. Drittens, die Waffenfabriken. Schweizer Präzisionsindustrie war legendär. Uhren, Optik, Maschinen, alles was Deutschland für seine Kriegsproduktion brauchte.
Eine Invasion würde diese Fabriken zerstören oder unbrauchbar machen. Besser sie am Laufen zu halten und zu kaufen, was man braucht. Die Schweizer Werkzeugmaschinen waren unter den besten der Welt, warum sie bombardieren, wenn man sie kaufen konnte. Aber es gab auch militärische Gründe. Die Schweiz war ein strategischer Puffer zwischen den Achsenmächten und potenziellen Feinden.
Ein neutrales Land bedeutete keine feindlichen Truppen an der Südgrenze Deutschlands. Eine Invasion würde Ressourcen binden, Truppen abziehen, die an anderen Fronten gebraucht wurden. Hitler wusste all das und trotzdem ließ er 1940 einen Plan ausarbeiten. Operation Tannenbaum. Der Name klang fast friedlich, poetisch sogar, aber dahinter verbarg sich ein detaillierter Invasionsplan, der die Schweiz innerhalb von Tagen hätte überrennen sollen.
Die deutschen Generäle waren zuversichtlich. 12 Divisionen, etwa 300.000 Mann sollten von Norden einfallen. Gleichzeitig würden italienische Truppen von Süden vorstoßen. Eine Zangenbewegung, klassische Wehrmachttaktik. Die Schweizer Tieflandstädte, Basel, Zürich, Bern, sürden schnell fallen. Die Schweizer Armee, so dachten sie, würde in Panik geraten und kapitulieren.
Auf dem Papier sah der Plan perfekt aus. Die Luftwaffe würde die wenigen Schweizer Flugzeuge vom Himmel fegen. Panzerdivisionen würden durch die Ebenen rollen. Fallschirmjäger würden wichtige Brücken und Tunnel sichern, bevor die Schweizer sie sprengen könnten. In weniger als einer Woche sollte alles vorbei sein.
Die Wehrmacht hatte Polen in 27 Tagen bezwungen, die Niederlande in 5 Tagen. Warum sollte die Schweiz länger dauern? Aber dann geschah etwas Unerwartetes. Die Schweizer spielten nicht mit und das lag an einem Mann, General Henry Guison. Gison war kein typischer General. Er war ruhig, bedacht, ein Bauer aus der Romandie, der die Schweizer Landschaft kannte wie seine eigene Westentasche.
Er hatte im Ersten Weltkrieg gedient, aber nie eine Schlacht geschlagen. Er war kein Stratege von Weltruf, kein Napoleon, kein Rommel. Er war einfach ein Mann, der seine Heimat liebte und bereit war, alles zu tun, um sie zu verteidigen. Am 25. Juli 1940 versammelte Gison alle höheren Offiziere der Schweizer Armee auf dem Rüdli, einer Wiese am Vierwaldstädtersee.
Dieser Ort war heilig für die Schweizer. Hier hatten 1291 die Gründer der Eidgenossenschaft geschworen, zusammenzuhalten. Gison wählte diesen Ort bewusst. Er wollte eine Botschaft senden, wir geben nicht auf. Die Symbolik war kraftvoll. Wenn die Schweiz überleben sollte, mußte sie zu ihren Wurzeln zurückkehren.
Auf dem Rüdli enthüllte Gison seinen Plan und er war radikal. “Vergiss das Tiefland”, sagte er, “vergissß Base, Zürich, Bern. Wenn die Deutschen kommen, lassen wir sie hinein. Wir ziehen uns in die Alpen zurück, in eine Festung, die wir das Redui National nennen. Eine Festung aus Granit, Stahl und purem Willen.
Die Offiziere waren schockiert, das Tiefland aufgeben, das bedeutete die Städte, die Fabriken, die Infrastruktur preis zu geben. Es bedeutete, dass Millionen Schweizer unter deutscher Besatzung kleben würden. Aber Gison war unnachgiebig. Besser eine besetzte Ebene und eine freie Festung als eine komplett besetzte Schweiz.
Solange das Herz der Nation in den Bergen schlug, lebte die Schweiz weiter. Der Plan war einfach in der Theorie, aber brutal in der Ausführung. Die Schweizer würden alle Brücken, Tunnel und Straßen in den Alpen vermienen. Sobald die Deutschen einmarschieren, boom, alles gesprengt. Kein Gotthard Tunnel mehr, keine Simplonpassage, keine Versorgungswege.
Die Wehrmacht säße im Tiefland fest, umgeben von Bergen, die sie nicht überwinden konnte. Und dann würde der wahre Krieg beginnen. In den Alpen hatten die Schweizer jede Festung. jeden Bunker, jeden Gebirgspass vorbereitet. Tausende von Soldaten würden sich in unterirdische Anlagen zurückziehen, ausgestattet mit Lebensmitteln, Munition und Wasser für Monate.
Die Deutschen könnten das Tiefland haben, aber die Berge, die würden zu einem blutigen Albtraum werden. Die Schweizer Ingenieure hatten Meisterwerke geschaffen, Bunker, die so getahnt waren, dass man sie aus 10 m Entfernung nicht sehen konnte. Artilleriestellungen, die aus massivem Fels gehauen waren.
Ganze Bergketten wurden zu Festungen umgebaut mit unterirdischen Bahnlinien, Krankenhäusern, Kommandozentralen. Es war ein Projekt von unfassbarem Ausmaß. Stell dir vor, du bist ein deutscher Soldat, der versucht einen Alpenpaß zu stürmen. Über dir tronen Bunker aus massivem Beton, getarnt in den Felsen.
Du siehst sie nicht, bis die ersten Maschinengewehrsalven losbrechen. Deine Panzer nutzlos auf den engen Bergstraßen. Deine Flugzeuge, die Schweizer Flag ist in den Bergen versteckt, schießt aus dem Nichts. Und dann kommen die Lawinen, natürliche oder künstlich ausgelöste Schneemassen, die ganze Kompanien begraben. Die Deutschen wussten das.
Die Berichte ihrer Aufklärungseinheiten waren ernüchternd. Ein deutscher Offizier schrieb: “Die Schweizer haben jeden Meter dieser Berge vorbereitet. Es wird ein Gemetzel werden.” Hitler las diese Berichte und er zögerte. Seine Generäle warnten ihn: “Ein Angriff auf die Schweiz würde Verluste bedeuten, die sie sich nicht leisten konnten.
” Aber es gab noch ein weiteres Problem. Die Schweizer waren bewaffnet. Jeder einzelne Mann. Die Schweiz hatte eine Milizarmee, was bedeutete, dass fast jeder erwachsene Mann im Land eine militärische Ausbildung hatte und ein Gewehr zu Hause aufbewahrte. Im Jahrin konnte die Schweiz innerhalb von 48 Stunden über 400.
000 Soldaten mobilisieren. Für ein Land mit nur 4 Millionen Einwohnern war das beeindruckend. Diese Männer waren keine Elitesoldaten, aber sie kannten ihr Land. Sie wussten, wo jeder Pfad, jede Höhle, jeder Hinterhalt war. Gerill Krieg in den Alpen. Das war der Alptraum jeder Invasionsarmee. Die Deutschen hatten das in Norwegen erlebt, in Griechenland, in Jugoslawien.
Überall, wo die Berge waren, bluteten sie. Und dann war da noch die psychologische Kriegsführung. Guison ließ durchsickern, daß die Schweizer bereit waren, bis zum letzten Mann zu kämpfen. Keine Kapitulation, keine Verhandlungen. Entweder die Deutschen ziehen sich zurück oder sie verlieren ztausende Soldaten in einem Bergilia Krieg, der Jahre dauern könnte.
Die Botschaft war klar. Die Schweiz war ein Stachel, der zu schmerzhaft war, um ihn zu schlucken. Hitler war wütend. Er hasßte die Schweizer. Er nannte sie Eidgenossendemokraten, spuckte das Wort aus wie Gift. In seinen Tischgesprächen schimpfte er über die arroganten Bergbewohner, die sich weigerten, sich dem Großdeutschen Reich anzuschließen.
Aber er war auch pragmatisch. Die Wehrmacht war bereits überdehnt. Polen, Frankreich, jetzt Vorbereitungen für Barbarossa, die Invasion der Sowjetunion. Er konnte es sich nicht leisten, Truppen in den Schweizer Bergen zu verheizen. Im August 1940 wurde Operation Tannenbaum auf Eis gelegt. Nicht abgesagt, nur verschoben.
Hitler würde später zurückkommen, wenn die Zeit reif war. Aber diese Zeit kam nie. Barbarossa verschlang alle Ressourcen. Stalingrad wurde zum Wendepunkt und plötzlich kämpfte Deutschland ums Überleben. Die Schweiz rutschte in den Hintergrund. vergessen, aber nicht erobert. Aber hätte die Schweiz wirklich standhalten können, wenn Hitler es ernst gemeint hätte? Lass uns das Szenario durchspielen.
Szenario A: Die Wehrmacht greift mit voller Kraft an. ZF Divisionen im Norden, vier italienische Divisionen im Süden. Die Luftwaffe bombardiert Schweizer Städte, um die Moral zu brechen. Die Panzer rollen durch das Tiefland, schneller als die Schweizer reagieren können. Innerhalb von drei Tagen fallen Basel, Zürich und Bern. Die Regierung flieht in die Berge.
Die Schweizer Armee zieht sich ins Redui zurück, aber zu spät. Die Deutschen haben den Gothat Tunnel gesichert, bevor er gesprengt werden konnte. Italienische Truppen rücken von Süden vor und treffen sich mit den Deutschen im Tessin. Jetzt beginnt der schwierige Teil. Die Deutschen kontrollieren das Tiefland, aber die Berge sind eine andere Welt.
Jeder Versuch tiefer vorzudringen endet in einem Feuergefecht. Die Schweizer haben den Vorteil des Geländes, der Verteidigung, aber sie haben keine Luftwaffe mehr, keine Versorgungslinien aus dem Ausland. Die Deutschen belagern das Ridüi, schneiden es ab, warten. Nach sechs Monaten gehen den Schweizern die Vorräte aus.
Die Moral bröckelt, Familien sind getrennt. Zivilisten leiden unter deutscher Besatzung. Es gibt Verhandlungen, vielleicht eine bedingte Kapitulation. Deutschland annektiert das Tiefland. Das Redüi wird zu einer Art autonom Zone unter deutscher Aufsicht. Die Schweiz existiert, aber nur dem Namen nach. Wahrscheinlichkeit möglich, aber unwahrscheinlich.
Warum? Weil Hitler nie die volle Kraft eingesetzt hätte. Er brauchte diese Truppen woanders. Jede Division, die in den Alpen kämpfte, war eine Division, die nicht in Russland war und Russland war das wahre Ziel. Szenario B: Hitler greift halbherzig an. Sechs Divisionen, begrenzte Luftunterstützung. Das Ziel den Gotthardtunnel sichern, das Tiefland unter Kontrolle bringen, aber die Berge in Ruhe lassen.
Die Schweizer sprengen sofort alle wichtigen Tunnel, einschließlich des Gotthards. Die Deutschen sind schockiert. Die Hauptverbindung nach Italien ist zerstört. Sie besetzen Basel und Zürich, aber die Kosten steigen. Schweizer Scharfschützen terrorisieren deutsche Patrouillen. Partisanengruppen sabotieren Eisenbahnlinien.
Jede Nacht gibt es Angriffe, Hinterhalte, Explosionen. Die öffentliche Meinung in neutralen Ländern wie den USA wendet sich gegen Deutschland. Nach 3 Monaten zieht Hitler die Truppen ab. Der Krieg in der Schweiz ist zu teuer, zu blutig und bringt nichts ein. Die Schweiz überlebt, verwundet, aber unabhängig.
Der Gottharat bleibt zerstört, aber die Nation lebt. Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Das ist wahrscheinlich, was passiert wäre, wenn Hitler es versucht hätte. Aber es gibt noch ein drittes Szenario, das die Historiker oft übersehen. Was wenn die Schweizer gar nicht hätten kämpfen müssen? Szenario C, die diplomatische Lösung.
Die Schweiz macht Zugeständnisse, mehr Handel mit Deutschland, mehr Goldtransaktionen, vielleicht sogar das Durchmarschrecht für deutsche Truppen zum Gottat unter strengen Bedingungen. Deutschland bekommt, was es will, ohne einen Schuss abzufeuern. Die Schweiz behält ihre Unabhängigkeit aber zu einem Preis, ihre moralische Integrität.
Tatsächlich ist das genau das, was teilweise geschah. Die Schweiz handelte mit Deutschland, kaufte Kohle, verkaufte Präzisionsmaschinen. Die Banken wuschen Nazigold. Es war eine schmutzige Kompromisslösung, aber sie funktionierte. Die Schweiz überlebte den Krieg ohne Invasion. War das Verrat oder Pragmatismus? Die Debatte tobt bis heute.
Kritiker sagen, die Schweiz war nicht neutral, sondern ein stiller Partner der Nazis. Befürworter argumentieren, die Schweiz hatte keine Wahl, überleben oder untergehen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. In einer Welt, die in Flammen stand, tat die Schweiz was nötig war, um zu überleben.
Aber zurück zur militärischen Frage. Hätte das Redui wirklich funktioniert? Militäxperten sind sich uneinig. Einige sagen, die Schweizer Festungen waren beeindruckend, aber nicht uneinnehmbar. Moderne deutsche Artillerie hätte die Bunker nach und nach zerstört. Die Luftwaffe hätte Versorgungswege bombardiert.
Ein langwieriger Krieg hätte die Schweizer ausgeblutet. Die Geschichte zeigt, daß selbst die stärksten Festungen fallen können, wenn man genug Zeit und Ressourcen investiert. Andere argumentieren, dass genau das der Punkt war. Die Schweizer mussten nicht gewinnen. Sie mussten nur lang genug durchhalten, dass Hitler das Interesse verlor.
Ein Pyrosieg für Deutschland, technisch gewonnen, aber zu welchem Preis? Wenn die Wehrmacht 50.000 Mann in den Alpen verlor, waren das 50.000 Mann, die an der Ostfront fehlten und die Ostfront entschied den Krieg. Es gibt historische Präzfälle. Finnland im Winterkrieg 1939 bis 40 zeigte, dass eine kleine Nation eine Supermacht blutig schlagen kann, zumindest für eine Weile.
Die Finnen hielten die Sowjets monatelang auf, trotz massiver zahlenmäßiger Unterlegenheit. Sie nutzten das Gelände, die Kälte, um den Willen zu kämpfen. Die Schweizer hofften auf ein ähnliches Szenario, aber Finnland verlor letztendlich. Sie mussten Territorium abtreten, Zugeständnisse machen.
Wäre das auch das Schicksal der Schweiz gewesen? Vielleicht. Aber vielleicht hätte die Schweiz länger durchgehalten. Die Alpen sind unerbittlicher als die finnischen Wälder und die Schweizer hatten Jahre Zeit, sich vorzubereiten. Ein weiterer Faktor, die internationale Reaktion. Wenn Deutschland die neutrale Schweiz überfällt, wie würden die USA reagieren? Großbritannien, selbst wenn Amerika 1940 noch nicht im Krieg war, eine Invasion der Schweiz hätte die öffentliche Meinung weiter gegen Hitler gedreht.
Es hätte Roosevelts Argument für den Kriegseintritt gestärkt. Die Schweiz hatte keine Armee, die Deutschland besiegen konnte, aber sie hatte internationale Sympathie. Hitler wusste das. Er war viele Dinge, aber nicht dumm. Er verstand Propaganda, verstand internationale Beziehungen. Eine Invasion der Schweiz war ein PR Albtraum ohne großen Gewinn.

besser die Schweizer zu kaufen als zu bekämpfen. Und dann ist da noch die Frage der Ressourcen. Deutschland führte bereits Krieg an mehreren Fronten. Jede Division, die in den Schweizer Bergen festsaß, war eine Division, die an der Ostfront fehlte. Im Jahr 1941, als Barbarossa begann, zählte jeder Mann, jeder Panzer. Die Schweiz zu überfallen hätte Ressourcen gebunden, die anderswo dringend gebraucht wurden.
Manche Historiker argumentieren, dass die Schweiz weniger durch militärische Stärke als durch Timing und Glück überlebte. Hitler war 1940 zu beschäftigt mit Frankreich und Großbritannien. 19415 war er zu beschäftigt mit der Sowjetunion. Die Schweiz fiel einfach durch die Ritzen, ein vergessener Punkt auf Hitlers langer Liste von Eroberungen.
Aber das mindert nicht die Leistung der Schweizer. Sie haben ihre Position perfekt gespielt, stark genug, um abschreckend zu wirken, aber nicht so provokativ, dass Hitler keine andere Wahl hatte. Diplomatisch flexibel genug, um zu überleben, aber fest genug, um ihre Unabhängigkeit zu wahren. Es war ein Drahtseilakt und die Schweiz meisterte ihn.
Es gibt eine berühmte Anekdote, vielleicht apokrypf, aber trotzdem eindrucksvoll. Ein deutscher General soll Guison gefragt haben: “Was würden Sie tun, wenn wir mit 2 Millionen Soldaten einmarschieren?” Gison antwortete ruhig: “Jeder meiner Männer würde zweimal schießen und nach Hause gehen.
” Das war die Schweizer Mentalität. Keine heroischen Reden, keine großen Gesten, nur nüchterner Pragmatismus und tödliche Entschlossenheit. Es war diese Haltung, die Hitler zögern ließ. Die Schweizer pralten nicht, sie drohten nicht. Sie bereiteten sich einfach vor und warteten. Die Festungen des Redui stehen heute noch.
Manche sind Museen geworden, Touristenattraktionen. Du kannst durch die kalten Betongänge laufen, die Maschinengewehrnester sehen, die Schlafseele. Oh, Soldaten monatelang hätten leben sollen. Es ist eine beklemmende Erfahrung zu wissen, dass diese Orte fast zu Schlachtfeldern geworden wären. Die Luft ist feucht, die Wände sind dick und überall spürt man die Entschlossenheit einer Nation, die bereit war, alles zu opfern, aber sie wurden es nicht.
Die Schweiz kämpfte nie um ihre letzte Schlacht und das, könnte man argumentieren, war der größte Sieg von allen. Nicht im Kampf zu gewinnen, sondern den Kampf zu vermeiden, ohne zu kapitulieren. Sunzu sagte: “Der beste Sieg ist der, den man ohne Kampf erwinkt.” Die Schweiz bewies. Natürlich ist die Geschichte komplizierter als schwarz-weiß.
Die Schweiz machte moralisch fragwürdige Entscheidungen während des Krieges. Sie schickte jüdische Flüchtlinge zurück an die Grenze, wo viele in den Tod gingen. Sie half den Nazis gestohlenes Gold zu waschen. Diese Tatsachen sind unbestreitbar und beschämend. Die Schweiz war kein perfekter Held, sondern ein Land, das in einer unmöglichen Situation überlebte.
Aber die Frage bleibt, was wäre die Alternative gewesen? Eine besetzte Schweiz unter Nazierherrschaft, Konzentrationslager in Zürich, Deportationen aus Genf. Vielleicht wären noch mehr Menschen gestorben. Vielleicht hätte die Schweizer Industrie direkt für die Kriegsmaschinerie gearbeitet, statt indirekt.
Es sind Fragen ohne einfache Antworten. Es sind schwierige Fragen ohne einfache Antworten. Historiker werden noch Jahrzehnte darüber debattieren. Aber eines ist klar. Die Schweiz navigierte durch den Zweiten Weltkrieg mit einer Mischung aus militärischer Vorbereitung, diplomatischer Geschicklichkeit und notwendigen Kompromissen.
Was wir aber mit Sicherheit sagen können, die Schweiz hatte einen Plan und dieser Plan war gut genug, um Hitler zum Nachdenken zu bringen. Das Redui National war mehr als nur Bunker und Berge. Es war ein psychologisches Werkzeug, eine Botschaft. Wir sind zu teuer, um uns zu unterwerfen. Und in einer Welt, in der Hitler nach den einfachsten Siegen griff, war zu teuer oft genug. Und diese Botschaft kam an.
Operation Tannenbaum wurde nie ausgeführt. Die Wehrmacht marschierte nie durch Basel. Die Alpen wurden nie zu einem Schlachtfeld. Die Schweiz überlebte den Zweiten Weltkrieg als eines der wenigen Länder in Europa, das nicht besetzt wurde. Als der Krieg endete, stand die Schweiz noch immer unabhängig da, während um sie herum Nationen in Trümmern lagen.
War es ein militärisches Wunder? Nein. War es Glück? Teilweise war es kluges strategisches Denken kombiniert mit entschlossener Vorbereitung? Absolut. Die Schweiz verstand etwas, das viele größere Nationen vergessen hatten. Manchmal ist die beste Verteidigung so gefährlich auszusehen, dass niemand angreifen will.
General Guison starb 1960, ein Nationalheld. Sein Plan wurde nie getestet, aber er musste es auch nicht sein. Die bloße Existenz des Plans, die Bereitschaft zu kämpfen, war genug. In seinem letzten Interview sagte er: “Wir haben niemals gezweifelt. Wenn sie gekommen wären, hätten wir gekämpft und sie wußten das.
Heute steht die Schweiz als Symbol für Neutralität und Unabhängigkeit. Aber hinter dieser Neutralität lag immer ein Schwert, bereit gezogen zu werden. Die Schweizer waren bereit zu kämpfen und diese Bereitschaft rettete sie. Es war keine passive Neutralität, sondern eine bewaffnete, entschlossene Neutralität, eine Neutralität mit Zähnen.
Hätte die Schweiz eine deutsche Invasion stoppen können? Die ehrliche Antwort: Wahrscheinlich nicht vollständig. Deutschland hatte die militärische Überlegenheit, die Ressourcen, die Erfahrung. Ein totaler Sieg über die Wehrmacht war unrealistisch, aber die Schweiz hätte es der Wehrmacht zur Hölle gemacht.
Sie hätte genug Widerstand geleistet, um den Preis so hochzutreiben, daß Hitler es sich zweimal überlegte. Und manchmal reicht das. Manchmal muss man nicht der Stärkste sein. Man muss nur zu teuer sein, um besiegt zu werden. Das ist die Lektion der Schweiz im Zweiten Weltkrieg. Eine Lektion, die heute noch relevant ist in einer Welt voller Konflikte und Bedrohungen.
Die Berge stehen noch, die Festungen stehen noch und die Schweiz steht noch. Das ist vielleicht die beste Antwort auf die Frage. Nicht die militärische Analyse, nicht die hypothetischen Szenarien, sondern die einfache Tatsache, die Schweiz überlebte. Und das ist mehr als die meisten europäischen Nationen von sich sagen können.