Wer War Otto Remer? Der General, Der Hitler Rettete Und 1 Jahr Krieg Kostete!

 

Was wäre, wenn ein einziger Telefonanruf   den Lauf der Geschichte verändert hätte?   Am 20. Juli 1944   stand Major Otto Ernstremer vor einer   Wahl, die über das Schicksal   Deutschlands entscheiden sollte. Seine   Entscheidung rettete Hitler das Leben,   zerschlug den Widerstand und verlängerte   den Krieg um fast ein Jahr.

 

 Aber wer war   dieser Mann wirklich und wie konnte   einzelner Offizier so viel Macht in   seinen Händen halten? In diesem Video   zeigen wir euch die schockierende   Geschichte eines Mannes, dessen   Loyalität Millionen das Leben kostete.   Otto Ernstremer wurde am 18. August 1912   in Neubrandenburg geboren, einer   verschlafenen Stadt in Mecklenburg.

 

  Seine Kindheit war geprägt von den   Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs.   Deutschland lag in Trümmen, die   Wirtschaft am Boden und überall spürte   man die Demütigung des Versa Vertrags.   Remas Vater war ein einfacher   Handwerker, der im Krieg gekämpft hatte.   Die Familie lebte bescheiden, oft am   Rande der Armut.

 

 Der junge Otto wuchs   auf mit Geschichten über die   Dolchstoßlegende,   der Mythos, das Deutschland nicht   militärisch besiegt, sondern von innen   heraus verraten worden war. In der   Schule zeigte REMER früh eine Vorliebe   für Ordnung und Hierarchie. Was ihn   antrieb, war nicht Bildung, sondern der   Wunsch nach Struktur in einer   chaotischen Welt.

 

  Die Weimaraerjahre erlebte er als Zeit   der Schwäche. Straßenschlachten zwischen   Kommunisten und Nationalsozialisten,   Hyperinflation, politische Instabilität.   Für junge Männer wie REMA schien die   Armee der einzige Ausweg.   Mit 18 Jahren trat REMA 1930 der   Reichswehr bei. Die Reichswehr war   klein, auf 100.

 

000 Mann begrenzt durch   den Versailler Vertrag, aber sie war   Elite.   REMA durchlief eine brutale   Grundausbildung in Potzdam, wo   preußische Disziplin noch lebendig war.   Jeden Morgen um 5 Uhr wecken   stundenlange Märsche mit voller   Ausrüstung, Drill bis zur Erschöpfung.   Aber Rema liebte es. Hier gab es klare   Regeln, klare Befehle, klare   Konsequenzen.

 

  Er war ehrgeizig, diszipliniert und   besessen von militärischer Ordnung.   Seine Vorgesetzten bemerkten seinen   Eifer. Er wurde zum Gefreiten befördert,   dann zum Unteroffizier.   Jede Beförderung verstärkte seinen   Glauben an militärische Hierarchie.   Die Weimaraer Republik betrachtete er   mit Verachtung, zu chaotisch, zu   schwach, zu demokratisch.

 

  Als Hitler 1933 an die Macht kam, sah   REM darin nicht das Ende der Demokratie,   sondern den Beginn einer neuen Ordnung.   Endlich, so glaubte er, würde   Deutschland wieder stark werden.   Für REMA bedeutete Stärke Ordnung und   Ordnung erforderte manchmal Gewalt.   Remas militärische Karriere verlief   steil.

 

 Er diente in verschiedenen   Infanterieeinheiten   und machte sich schnell einen Namen als   kompetenter Taktiker.   Seine wahre Bewährungsprobe kam im   September 1939,   als Deutschland Polen überfiel.   Remer kämpfte an vorderster Front und   erhielt das eiserne Kreuz zweiter   Klasse.   Für ihn war der Krieg keine Tragödie,   sondern eine Gelegenheit, Deutschland zu   Größe zu führen.

 

  Der Polenfeldzug war brutal und schnell.   Innerhalb von vier Wochen brach die   polunische Verteidigung zusammen. Rema   erlebte seine ersten Gefechte bei Lotz.   Er sah zum ersten Mal, wie Kameraden   neben ihm starben. Doch statt Zweifel   wuchs in ihm nur die Überzeugung, daß   der Krieg notwendig sei.   Der Frankreichfeldzug 1940 festigte   Remas Ruf als furchtloser Offizier.

 

  Seine Einheit durchbrach französische   Verteidigungslinien mit atemberaubender   Geschwindigkeit.   Bei Seda war Rema Teil der   Panzervorstöße, die die Marinolinie   umgingen. Die Blitzkriegtik   funktionierte perfekt. REMA erinnerte   sich später an den Einmarsch in Paris.   Die Chance Elisee leer und still unter   dem Hakenkreuz.

 

 Für REMA war es ein   Moment des Triumphs.   Als Frankreich innerhalb von 6 Wochen   kapitulierte, schien Hitlers Vision   unaufhaltsam.   Aber könnt ihr euch vorstellen, wie   schnell sich alles ändern würde?   Doch der Wendepunkt   kam 1941 mit dem Überfall auf die   Sowjetunion.   Am 22. Juni begann Operation Barbarossa   mit über 3 Millionen deutschen Soldaten.

 

  REMER war Teil der Heresgruppe Mitte,   die auf Moskau vorstoßen sollte. Die   ersten Wochen schienen wie eine   Wiederholung der Blitzkriegerfolge.   Sowjetische Truppen wurden in riesigen   Kesselschlachten vernichtet.   Aber dann kam der russische Winter.   Eingefrorene Gewehre, verhungernde   Soldaten.   REMER hatte in Frankreich und Polen   gekämpft, aber nichts hatte ihn auf die   Hölle der Ostfront vorbereitet.

 

  Die rote Armee kämpfte mit einer   Verzweiflung, die REMA nie zuvor gesehen   hatte.   Im Dezember 1941   startete die sowjetische Gegenoffensive   bei Moskau.   Remas Einheit wurde von sibirischen   Truppen überrascht.   Deutsche Soldaten, ausgerüstet mit   Sommerformen, starben an Erfrierungen.   Panzer sprangen nicht an, weil das Öl   eingefroren war.

 

  Rema sah Kameraden, die ihre Finger und   Zehen verloren.   Manche wurden wahnsinnig vor Kälte und   Hunger.   Im Januar 1942   erlitt er eine schwere Verwundung bei   Juchno, als sowjetische Artillerie seine   Position traf.   Seine Kompanie verteidigte einen kleinen   Hügel gegen Angriffswellen der roten   Armee. Dann kam das Trommelfuer.

 

  Granaten detonierten in Sekundentakt.   Ein Granatsplitter durchbohrte seine   Schulter, ein anderer verletzte sein   Bein. Remer fiel in den Schnee, der sich   rot färbte von seinem Blut.   Sanitäter trugen ihn unter Beschuss zu   einem Verbandsplatz, wo Ärzte in   eiskalten Zelten operierten.   Monatelang lag er im Lazarett, wo Ärzte   um sein Leben kämpften.

 

  Infektionen waren die größte Gefahr.   Antibiotika waren knapp und viele   Verwundete starben an Wundbrand.   Remer hatte Glück, er überlebte, aber   sein Körper blieb gezeichnet.   Narben bedeckten seine Schulter und sein   Bein. Er hinkte leicht und litt unter   chronischen Schmerzen bei kaltem Wetter.   Die Verwundung veränderte Rema.

 

 Sein   Körper war gezeichnet, aber sein Glaube   an Hitler blieb unerschütterlich. Im   Gegenteil, die Leiden an der Ostfront   verstärkten seine Überzeugung, dass nur   absolute Loyalität Deutschland retten   könne. Er interpretierte die Rückschläge   nicht als Zeichen von Hitlers Fehlern,   sondern als Prüfungen, die Deutschland   stärker machen würden.

 

  Diese psychologische Bewältigung war   typisch für viele Wehrmachtsoldaten.   Je mehr sie litten, desto mehr   klammerten sie sich an den Glauben, daß   ihr Opfer einen Sinn haben mußte.   Als er im Frühjahr 1943   nach Berlin zurückkehrte, erhielt er ein   Kommando, das sein Leben für immer   verändern sollte.

 

 Die Führung des   Wachbataillons Großdeutschland.   Das Wachbataillon war keine gewöhnliche   Einheit. Es bewachte Regierungsgebäude,   Botschaften und wichtige   Persönlichkeiten in Berlin.   Die Soldaten waren handverlesen, ihre   Uniformen markelos, ihre Disziplin   legendär.   Das Bataillon bestand aus etwa Mann,   jeder sorgfältig überprüft, militärisch   und politisch.

 

  Für REMA war dies eine strategische   Position im Herzen des Reiches.   Er kontrollierte die bewaffneten Kräfte   in der Hauptstadt. Er ahnte nicht, dass   diese Position ihn in weniger als einem   Jahr vor die größte Entscheidung seines   Lebens stellen würde.   Aber wer waren die Männer, die im   Schatten planten, Hitler zu stürzen? Und   warum ausgerechnet jetzt im Juli 1944?   Während REMER in Berlin Paraden   überwachte, formierte sich im   Verborgenen eine Gruppe von Offizieren,   die das Undenkbare wagten, einen   Staatsstreich gegen Adolf Hitler.   Angeführt wurde diese Verschwörung von   oberst Klaus Schenk, Graf von   Staufenberg, einem aristokratischen   Offizier, der 1943 in Nordafrika schwer   verwundet worden war.   Eine Miene hatte ihm die linke Hand,   zwei Finger der rechten Hand und ein   Auge gekostet.   Trotz dieser Verletzungen blieb   Staufenberg entschlossen, Deutschland

 

  vor dem totalen Zusammenbruch zu retten.   Staufenberg war kein gewöhnlicher   Offizier. Er stammte aus einer alten   Süddeutschen Adelsfamilie und war tief   geprägt von katholischen und   konservativen Werten.   Anfangs hatte er Hitler sogar   unterstützt, begeistert von den   militärischen Erfolgen.

 

 Aber der Krieg   in Osteuropa öffnete ihm die Augen. Er   sah die Massenerschießungen, die   Vernichtung ganzer Dörfer, die   systematische Ermordung von Juden. Was   er in den besetzten Gebieten erlebte,   erschütterte sein Weltbild bis in die   Grundfesten.   Nach seiner Verwundung wurde Staufenberg   zum Chef des Stabes beim Befehlshaber   des Ersatzheeres ernannt.

 

 Diese Position   gab ihm Zugang zu Hitlers Hauptquartier.   Er konnte an Lagebesprechungen   teilnehmen, wo der Diktator seine   Befehle erteilte.   Staufenberg erkannte, hier lag seine   Chance. Wenn er Hitler töten konnte,   würde er Deutschland die Möglichkeit   geben, den Krieg zu beenden, bevor alles   verloren war.   Die Verschwörer kamen aus verschiedenen   Schichten.

 

 General Ludwig Beck,   ehemaliger Generalstachef, der bereits   1938 aus Protest gegen Hitlers   Kriegspläne zurückgetreten war, General   Oberst Friedrich Olbricht, der als   stellvertretender Befehlshaber des   Ersatzhees die logistische Infrastruktur   kontrollierte.   Karl Friedrich Gördeler, ehemaliger   Oberbürgermeister von Leipzig, der als   zukünftiger Reichskanzler vorgesehen   war.

 

 Sie alle teilten eine Überzeugung,   Hitler musste sterben, bevor Deutschland   vollständig vernichtet wurde.   Aber sie teilten auch einen fatalen   Fehler. Sie glaubten, Deutschland könne   nach Hitlers Tod ehrenhaft kapitulieren.   Ihr Plan war brillant in seiner   Komplexität.   Sie wollten Operation Walküre ausnutzen,   einen offiziellen Notfallplan für den   Fall innerer Unruhen.

 

 Nach Hitlers Tod   sollten die Verschwörer verkünden, die   SS habe einen Putsch versucht. Das   Ersatz her würde dann Berlin besetzen,   die SS-Führung verhaften und einen   Waffenstillstand aushandeln.   Es hatte bereits mehrere gescheiterte   Attentatsversuche gegeben, doch die   Verschwörung hatte einen kritischen   Schwachpunkt.

 

 Sie unterschätzten Major   Otto Ernst Remer.   Am Morgen des 20. Juli 194 war Rema in   seinem Büro im Bendlerblock, als sein   Telefon klingelte.   General Olbricht erteilte ihm einen   Befehl.   Das Wachbataillon sle höchster   Alarmbereitschaft halten. Angeblich   plane die SS einen Putsch gegen die   Wehrmacht.   Prema war skeptisch.

 

 Die SS gegen die   Wehrmacht, das ergab keinen Sinn.   Aber Befehle waren Befehle.   Um 12:42 Uhr detonierte   Staufenwerksbombe in Hitlers   Hauptquartier der Wolfschanze in   Ostpreußen.   Die Explosion war gewaltig. Der schwere   Kartentisch aus Eichenholz wurde in   Stücke gerissen. Die Holzwände der   Baracke splitterten.   Vier Männer starben sofort, weitere   wurden schwer verletzt.

 

  Staufenberg, der die Bombe platziert   hatte, war überzeugt, dass niemand   überlebt haben konnte. Er eilte zum   Flugplatz und flog zurück nach Berlin,   während hinter ihm Chaos ausbrach.   Aber Hitler lebte. Der massive   Eichentisch hatte den größten Teil der   Druckwelle abgefangen. Hätte die   Besprechung in Hitlers üblichem Bunker   stattgefunden, wäre die Druckwelle   zurückgeworfen worden und hätte alle   getötet.

 

 Aber an diesem heißen Julitag   hatte man sich in einer oberirdischen   Baracke getroffen. Die Holzwände und   offenen Fenster ließen die Druckwelle   entweichen. Der Führer erleitt   Trommelfellrisse, Verbrennungen und   einen Schock, aber er war am Leben und   bei Bewusstsein.   Als Staufenberg in Berlin landete,   wusste er das noch nicht.

 

 Die   Verschwörer aktivierten Operation   Walküre, ohne zu wissen, dass ihr Plan   bereits gescheitert war.   Um 16 Uhr erhielt REMER neue Befehle von   General Paul von Hase, dem   Stadtkommandanten von Berlin. Er sollte   das Regierungsviertel absperren und   Josef Göbbels verhaften. Der   Propagandaminister galt als einer von   Hitlers Ängsten vertrauten.

 

 Wenn die   Verschwörung Erfolg haben sollte, musste   Göbbels neutralisiert werden. Remer   führte seine Truppen zum   Propagandaministerium.   Panzer rollten durch die Wilhelmstraße,   Soldaten umstellten das Gebäude. Aber   etwas nagte an REMA. Die Befehle   erschienen ihm zunehmend   widersprüchlich.   Warum sollte die SS einen Putsch   versuchen? Warum sollten ausgerechnet   Wehrmachtgeneräle die Ordnung   wiederherstellen?   In diesem Moment betrat Remas   Propagandaoffizier   Leutnand Hans Hagen sein Büro.

 

  Hagen war ein glühender Nazi und Göbbels   persönlicher Vertrauensmann im   Wachbataillon.   Er flüsterte REMA zu: “Herr Major, ich   glaube, hier läuft etwas Seltsames.   Göbbels möchte mit Ihnen sprechen.”   REMA zögerte.   Sollte er seinem Vorgesetzten General   von Hase gehorchen oder dem   Propagandaminister?   Die nächsten Minuten würden die   Geschichte verändern.

 

  Um 18:30 Uhr stand Major Remer in Joseph   Görbels Büro im Propagandaministerium an   der Wilhelmstraße.   Der Raum war beeindruckend, hohe Decken,   schwere Vorhänge, an den Wänden Gemälde   deutscher Meister.   Aber REMER beachtete die Einrichtung   kaum. Seine Aufmerksamkeit galt dem Mann   hinter dem massiven Schreibtisch.

 

 Der   Propagandaminister war überraschend   ruhig, fast kalt in seiner Berechnung.   Göbbels war ein Meister der Psychologie   und er erkannte sofort, welche Art von   Mann vor ihm stand. Kein   Intellektueller, der durch Argumente   überzeugt werden musste, sondern ein   Soldat, der auf Autorität reagierte.   Göbbel Zarrema direkt in die Augen und   sagte: “Major, man hat Ihnen befohlen,   mich zu verhaften.

 

 Aber ich sage Ihnen,   es ist ein Putsch gegen den Führer im   Gange. Hitler lebt. Wollen Sie die   wahren Verräter Deutschlands schützen?   Remer war verwirrt. Sein Verstand   versuchte die Widersprüche zu   verarbeiten. General von Hase, sein   direkter Vorgesetzter und   Stadtkommandant von Berlin, hatte ihm   befohlen, Göbbels zu verhaften.

 

  Von Hase war ein respektierter Offizier,   ein Veteran des Ersten Weltkriegs. Warum   sollte er lügen?   Aber gleichzeitig stand hier Göbbels,   einer der mächtigsten Männer des   Reiches, und behauptete das genaue   Gegenteil. Wem sollte er glauben? seinen   Vorgesetzten, die ihm gesagt hatten, die   SS plane einen Putsch oder Göbbels, der   behauptete, die Wehrmachtgeneräle seien   die Verräter.

 

  In Remas Kopf drehte sich alles. Sein   ganzes Leben war auf Gehorsam gebaut.   Gehorche deinen Vorgesetzten, voll wie   der Befehlskette.   Aber jetzt gab die Befehlskette   widersprüchliche Befehle. Göbbels griff   zum Telefon.   Seine Bewegungen waren langsam, bedacht,   theatralisch.   Er wählte eine Nummer und wartete.

 

 Dann   sagte er, ich verbinde Sie mit dem   Führer persönlich. Er selbst wird Ihnen   Befehle erteilen.   Remas Herz raste. Mit Hitler sprechen   direkt. Das war undenkbar. Er war nur   ein Major, ein mittlerer Offizier.   Hitler sprach mit Generälen, mit   Reichsministern, nicht mit   Batillonskommandeuren.   Doch Göbbels reichte ihm den Hörer.

 

 Die   Leitung knackte.   Dann hörte Rema Stimme, die er aus   unzähligen Radiosendungen kannte. Aber   sie klang anders als in den   Propagandafilmen.   Sie klang heiser, erschöpft, leicht   zitternd, aber unverkennbar. Adolf   Hitler: “Majorema, erkennen Sie meine   Stimme?”   Remer schluckte. Seine Hand, die den   Hörer hielt, zitterte leicht.

 

 Jawohl,   mein Führer.   Gut, hören Sie mir genau zu, Rema. Eine   Gruppe von Verrätern hat heute versucht,   mich zu ermorden. Eine Bombe ist in   meinem Hauptquartier explodiert. Vier   meiner engsten Mitarbeiter sind tot.   Aber ich lebe. Verstehen Sie das, Remer?   Ich lebe. Die Vorsehung hat mich   gerettet, weil Deutschland mich noch   braucht.

 

 Hitlers Stimme wurde fester,   lauter. REMA konnte die Wut heraushören,   aber auch die Erschöpfung. Der Führer   fuhr fort. Diese Verräter werden jetzt   behaupten, ich sei tot. Sie werden   versuchen, die Macht an sich zu reißen.   Sie werden behaupten, die SS habe einen   Putsch versucht. Alles lügen. Es sind   Wehrmachtsoffiziere, Aristokraten, die   Deutschland verraten, weil sie nicht den   Mut haben, bis zum Ende zu kämpfen.

 

  Remer spürte, wie seine Zweifel   verschwanden. Die Stimme am Telefon war   echt. Hitler lebte. Und wenn Hitler   lebte, dann waren alle Befehle, die auf   seinem Tod basierten, ungültig.   Mehr noch, sie waren verrat. Major   Reamer, ich befehle Ihnen persönlich.   Unterdrücken Sie diesen Aufstand mit   allen Mitteln.

 

 Sie unterstehen ab sofort   nur mir. Nicht General von Hase, nicht   dem Ersatz her, nur mir. Nehmen Sie die   Verräter fest. Ich verleihe Ihnen   hiermit die volle Befehlsgewalt über   alle Einheiten in Berlin. Ist das klar?   Jawohl, mein Führer. Gut, ich werde mich   heute Abend persönlich über Radio an das   deutsche Volk wenden.

 

 Die Welt soll   sehen, dass diese Verräter gescheitert   sind. Deutschland wird kämpfen, REM, bis   zum Endsieg. Die Verbindung brach ab.   REMA stand einen Moment lang still, den   Hörer noch in der Hand. Dann legte er   auf und sah Göbbels an. Der   Propagandaminister lächelte dünn. Sie   haben ihre Befehle, Herr Major. In   diesem Moment traf REMA seine   Entscheidung.

 

 Nicht aus ideologischer   Überzeugung, nicht aus militärischem   Kalkül, sondern aus purem,   bedingungslosem Gehorsam.   Für REMA war die Welt wieder einfach   geworden. Hitler lebte. Und wenn Hitler   lebte, dann waren Staufenberg und seine   Kameraden Verräter.   Es gab keine moralische Grauzone, keine   schwierige Wahl, nur gehorsam oder   Verrat.

 

  Aber versteht ihr, was in diesem Moment   wirklich geschah?   REMA hatte eine Wahl getroffen, die über   das Schicksal von Millionen entscheiden   würde. Wenn er anders entschieden hätte,   wenn er Göbbels verhaftet hätte, wäre   der Putsch möglicherweise erfolgreich   gewesen. Der Krieg hätte Monate früher   enden können.

 

 ZNTAende, vielleicht   Hunderttausende hätten gerettet werden   können.   Aber Rema sah nur seine Pflicht,   gehorsam gegenüber dem Führer. Remer   verließ Göbbels Büro und erteilte neue   Befehle. Seine Truppen sollten nicht   mehr das Regierungsviertel schützen,   sondern den Bendlerblock umstellen, das   Hauptquartier der Verschwörer.

 

  Panzer änderten ihre Positionen.   Maschinengewehre wurden in Stellung   gebracht. Operation Walküre wurde zur   Falle. Im Bendlerblock brach Panik aus.   Staufenberg und Olbricht erkannten, dass   ihr Plan gescheitert war.   Staufenberg hatte den ganzen Nachmittag   verzweifelt telefoniert, versucht andere   Einheiten zur Teilnahme zu bewegen, aber   ohne Bestätigung von Hitlers Tod   zögerten die meisten.

 

 Einige Offiziere   versuchten zu fliehen, andere   verbrannten Dokumente.   General Beck bat um die Erlaubnis, sich   selbst zu erschießen. Er feuerte   zweimal, aber beide Schüsse waren nicht   tödlich. Ein Unteroffizier mußte ihm den   Gnadenschuss geben. Um 23 Uhr drang   Remas Wachbataillon in den Bendlerblock   ein.

 

 Staufenberg, Olbricht und zwei   weitere Verschwörer wurden sofort   verhaftet.   Generaloberst Friedrich From wollte   seine eigene Beteiligung vertuschen. Er   ordnete ein Standgericht an. Um   Mitternacht standen die vier Männer im   Innenhof des Bendlerblocks, beleuchtet   von Scheinwerfern.   Das Exekutionskommando bestand aus zehn   Soldaten des Wachbataillons Remas   Männern.

 

  “Es lebe das heilige Deutschland”, waren   Staufenbergs letzte Worte, bevor die   Salven fielen.   REMER beobachtete die Exekution ohne   Regung. Für ihn waren diese Männer keine   Helden, sondern Verräter.   Männer, die ihren Eid gebrochen hatten.   Männer, die Deutschland in seinem   dunkelsten Moment im Stich gelassen   hatten.

 

  Aber was er nicht sehen konnte oder   nicht sehen wollte, war die größere   Tragödie.   Die Verschwörung vom 20. Juli hätte den   Krieg beenden können. Millionen hätten   gerettet werden können. Die   Vernichtungslager hätten geschlossen   werden können. Dresden, Hamburg, Köln.   Sie hätten nicht zerstört werden müssen.

 

  Die letzten zehn Monate des Krieges   waren die blutigsten. Mehr Menschen   starben zwischen Juli 1944   und Mai 1945   als in den gesamten 5 Jahren zuvor.   Doch Remas Entscheidung verlängerte den   Krieg um weitere zehn Monate.   10 Monate voller Zerstörung, Tod Leid.   Und das alles, weil ein Mann   bedingungslos gehorchte.

 

 Nach dem   gescheiterten Attentat wurde Otto Ernst   Rema zum Helden des Regimes erklärt.   Hitler persönlich beförderte ihn zum   Oberst und überreichte ihm das deutsche   Kreuz in Gold.   Propagandaminister Göbbels ließ Remas   Geschichte in Zeitungen, Wochenschauen   und Radiosendern verbreiten.   Der treue Major, der Deutschland vor   Verrätern rettete.

 

 So lautete die   Schlagzeile.   Remas Gesicht erschien auf Plakaten in   ganz Deutschland. Zeitungen druckten   Interviews mit ihm, in denen er seine   Version der Ereignisse schilderte.   Er wurde zu Empfängen eingeladen, wo   hochrangige Naziführer ihm gratulierten.   Für kurze Zeit war REM einer der   bekanntesten Männer Deutschlands.

 

  Doch REM wollte zurück an die Front. Die   Auszeichnungen bedeuteten ihm wenig im   Vergleich zum Kampf. Er war ein Soldat,   kein Politiker.   Im Januar 1945   erhielt er das Kommando über die Brigade   Führerbegleit. eine Eliteeinheit, die   direkt Hitler unterstellt war.   Diese Brigade war keine normale   Kampfeinheit.

 

  Sie war mit den neuesten Panzern   ausgestattet. Tiger 2, Panther,   selbstfahrende Geschütze.   Ihre Soldaten waren fanatisch loyal,   viele von ihnen Hitlerjugendangehörige,   die in den letzten Kriegsmonaten   eingezogen wurden. Ihre Aufgabe bestand   darin, an den kritischsten Punkten der   Front eingesetzt zu werden.

 

 Überall   dort, wo die Linie zu brechen drohte, wo   sowische oder alliierte Truppen   durchbrachen, wurde die Brigade   Führerbegleit hingeschickt.   Bremas Brigade kämpfte zunächst in der   Ardennenoffensive, Hitlers letztem   verzweifelten Versuch, den Krieg im   Westen zu wenden.   Die Offensive begann am 16. Dezember   1944 mit einem Überraschungsangriff.

 

  Anfangs schien der Plan zu   funktionieren, aber dann wendete sich   das Blatt. Amerikanische Verstärkungen   trafen ein. Die Luftwaffe konnte die   alliierten Jagdbomber nicht abwehren.   Der Treibstoff ging aus.   Remas Brigade erlitt erhebliche   Verluste. Am Ende der Offensive im   Januar 1945   war die Brigade nur noch ein Schatten   ihrer ursprünglichen Stärke.

 

  Dann wurde sie nach Osten verlegt, um   die vorrückende rote Armee aufzuhalten.   Im Februar 1945 kämpfte REMA in Pommern   im März in der Lausitz. Überall die   gleiche Verzweiflung.   Deutsche Soldaten gegen eine erdrückende   Übermacht.   Stäte in Flammen, Flüchtlinge vor der   roten Armee.

 

 Rema sah, wie Deutschland   zusammenbrach,   aber er kämpfte weiter. Sein Glaube an   Hitler blieb unerschütterlich,   selbst als der Führer im April in seinem   Bunker saß, umzingelt von sowjetischen   Truppen.   Am 8. Mai 1945   kapitulierte Deutschland.   Rema befand sich zu diesem Zeitpunkt in   der Tschechoslowakei, wo seine Brigade   sich amerikanischen Truppen ergab.

 

 Er   wurde in Kriegsgefangenschaft genommen,   aber nicht als gewöhnlicher Soldat.   REMA war ein hochrangiger Nazioffizier,   dessen Rolle beim Scheitern des 20. Juli   bekannt war. Die Alliierten verhörten   ihn ausführlich. Sie wollten wissen, was   in Hitlers Bunker geschehen war, wer die   Verschwörer waren, wie die Ereignisse   des 20. Juli abgelaufen waren.

 

  Rema kooperierte teilweise, aber er   zeigte keine Reue. Für ihn waren die   Verschwörer verräter geblieben.   Allerdings hatte er keine   Kriegsverbrechen begangen, die eine   Anklage bei den Nürnberger Prozessen   rechtfertigen würden. 1947   wurde REMA aus der Gefangenschaft   entlassen. Deutschland lag in Trümmen.

 

  Er versuchte ein neues Leben zu   beginnen, doch die Vergangenheit ließ   ihn nicht los.   In den 1950er Jahren wurde REA zu einer   umstrittenen Figur in der rechtsextremen   Szene. Er gründete die sozialistische   Reichspartei SRP, eine offen   neonarzisstische Organisation.   195   wurde die SRP vom   Bundesverfassungsgericht verboten.

 

  Remer floh nach Ägypten, wo er als   Militärberater für Gamal Abdelnassa   arbeitete.   Später lebte REMER in Spanien, wo er bis   zu seinem Tod 1997   antisemitische Propaganda verbreitete.   Er leugnete den Holocaust und   verteidigte seine Rolle am 20. Juli 1992   wurde er in Deutschland wegen   Volksverhetzung zu 22 Tes Monaten Haft   verurteilt,   aber er blieb in Spanien, sicher vor der   deutschen Justiz. Er starb am 4.

 

 Oktober   1997   im Alter von 85 Jahren in Marbea.   Doch die Geschichte urteilt anders. Otto   Ernstre war kein Held. Er war ein   Werkzeug eines verbrecherischen Regimes,   dessen blinder gehorsam Millionen das   Leben kostete.   Seine Entscheidung am 20. Juli 1944   verlängerte den Krieg, ermöglichte   weitere Greuultaten und zerstörte jede   Chance auf einen früheren Frieden.

 

 Heute   erinnern Denkmähler an die Verschwörer   des 20. Juli. Straßen tragen ihre Namen.   Schulen ehren Andenken. Klaus Schenk,   Graf von Staufenberg wird als Symbol des   deutschen Widerstands gefeiert. In   Berlin steht ein Denkmal im Hof des   Bendlerblocks, genau dort, wo er   erschossen wurde. Otto Ernst Remer   hingegen bleibt eine dunkle Fußnote der   Geschichte.

 

 Ein Mann, der die falsche   Wahl traf und bis zu seinem Tod dafür   bezahlte. Sein Name wird nicht geehrt,   seine Entscheidung wird nicht gefeiert,   sondern als Warnung erzählt.   Was wäre passiert, wenn REMA anders   entschieden hätte?   Historiker haben spekuliert.   Ein erfolgreicher Staatsstreich hätte   den Krieg möglicherweise bis Ende 1944   beendet.

 

 Die Zerstörung Berlins,   Dresdens und anderer deutscher Städte   hätte vermieden werden können. Die   letzten Massenmorde in den   Vernichtungslagern wären verhindert   worden. Die Westalliierten hatten zwar   nur eine bedingungslose Kapitulation   akzeptiert, aber eine neue deutsche   Regierung hätte die Konzentrationslager   sofort schließen können.

 

 Hunderttausende   von Juden, die in den letzten   Kriegsmonaten ermordet wurden, hätten   gerettet werden können. Aber REMA traf   seine Wahl. und Millionen bezahlten den   Preis.   Seine Geschichte ist eine Warnung.   Eine Warnung vor blindem Gehorsam, vor   fanatischer Loyalität, vor der   Weigerung, das eigene Handeln zu   hinterfragen.

 

  REMA dachte, er diene Deutschland. In   Wahrheit diente er nur einem Mann und   dieser Mann führte Deutschland in den   Abgrund. Gehorsam ist keine Tugend, wenn   die Befehle verbrecherisch sind.   Loyalität ist keine Ehre, wenn sie dem   Bösen dient. Remer hatte die Macht, die   Geschichte zu verändern und er entschied   sich für die falsche Seite.

 

  Das war’s. Wir hoffen, dieses Video hat   euch gefallen. Was denkt ihr über Otto   Ernst Dremas Entscheidung? Hättet ihr   anders gehandelt? Schreibt eure Meinung   in die Kommentare. Wenn euch solche   Geschichten interessieren, abonniert   unseren Kanal für mehr faszinierende   Einsicht in die Geschichte des Zweiten   Weltkriegs.

 

 Wir sehen uns im nächsten   Video.

 

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